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7 Fehler bei der Verwendung von Industriereinigern
Praktische Tipps 14. 7. 2026 Redakce GCG Chemicals

7 Fehler bei der Verwendung von Industriereinigern

Richtige Lagerung, Verdünnung und Anwendung von Reinigungsmitteln sichern Wirksamkeit und Sicherheit. Wie vermeidet man häufige Fehler?

7 häufige Fehler bei der Arbeit mit industriellen Reinigungsmitteln und wie Sie sie vermeiden

Foto: Toon Lambrechts / Unsplash

Industrielle Reinigungsmittel sind so konzipiert, dass sie selbst die hartnäckigsten Verschmutzungen bewältigen – von Fett und Ölen bis hin zu chemischen Rückständen. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch nicht nur von der Qualität der Rohstoffe ab, sondern auch von der richtigen Handhabung. Fehler bei der Lagerung, Verdünnung oder Anwendung können zu einer Verringerung der Leistung, Beschädigung von Oberflächen oder sogar Sicherheitsrisiken führen. In diesem Artikel betrachten wir sieben der häufigsten Fehler und geben praktische Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

1. Unterschätzung von Sicherheitsdatenblättern und Kennzeichnungen

Sicherheitsdatenblätter (SDS) und Kennzeichnung gemäß CLP/GHS-Verordnung sind keine bloße Formalität, sondern eine wichtige Informationsquelle für den sicheren Umgang mit industriellen Reinigungsmitteln. Ein häufiger Fehler ist das oberflächliche Lesen oder Ignorieren von Gefahrensymbolen, wie z. B. Warnpiktogramme für Ätzwirkung, Entzündbarkeit oder Toxizität. Beispielsweise erfordern Mittel, die starke Säuren oder Laugen (z. B. Natriumhydroxid) enthalten, spezifische Schutzausrüstungen wie säurebeständige Handschuhe und Schutzbrillen. Ohne Kenntnis dieser Anforderungen drohen Verätzungen, Augenschäden oder sogar systemische Vergiftungen durch das Einatmen von Dämpfen.

Ein weiteres Problem ist die Unkenntnis der im Sicherheitsdatenblatt aufgeführten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Bei Hautkontakt mit einem konzentrierten Reinigungsmittel ist oft ein sofortiges Abspülen mit Wasser für mindestens 15 Minuten erforderlich, nicht nur ein Abwischen mit einem Tuch. Ebenso wichtig ist es zu wissen, ob die Substanz mit Wasser mischbar ist oder ob sie bei Kontakt giftige Gase freisetzt (z. B. einige chlorierte Kohlenwasserstoffe). Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter über diese Informationen können schwere Unfälle verhindern und das Risiko von Arbeitsunfähigkeiten verringern.

2. Falsche Verdünnung von Konzentraten

Viele industrielle Reinigungsmittel werden als Konzentrate geliefert, die vor der Verwendung mit Wasser verdünnt werden müssen. Ein Fehler ist entweder eine unzureichende Verdünnung, die zu Verschwendung und unnötiger Umweltbelastung führt, oder eine zu starke Verdünnung, die die Wirksamkeit verringert und die Reinigungszeit verlängert. Beispielsweise werden alkalische Reinigungsmittel zur Entfettung von Metallen normalerweise im Verhältnis 1:10 bis 1:50 verdünnt, aber das genaue Verhältnis hängt von der Art der Verschmutzung und dem Material ab. Beim Verdünnen ist es entscheidend, die Anweisungen des Herstellers zu befolgen und Messbehälter oder Dosiersysteme zu verwenden.

Ein weiteres Risiko ist die falsche Reihenfolge beim Mischen. Konzentrate sollten niemals mit heißem Wasser verdünnt werden, da dies zu einer plötzlichen Wärme- oder Gasfreisetzung führen kann, insbesondere bei sauren oder alkalischen Substanzen. Immer sollte das Konzentrat ins Wasser gegeben werden, nicht umgekehrt, um lokale Überhitzung und potenzielles Herausspritzen zu vermeiden. Für eine präzise Dosierung empfiehlt sich der Einsatz automatischer Dosiergeräte, die menschliche Fehler minimieren und konsistente Ergebnisse sicherstellen.

2. Falsche Verdünnung von Konzentraten

Foto: Troy Bridges / Unsplash

3. Ungeeignete Lagerbedingungen

Die Lagerung industrieller Reinigungsmittel erfordert die Einhaltung spezifischer Bedingungen, um den Abbau von Wirkstoffen, Leckagen oder chemischen Reaktionen vorzubeugen. Ein häufiger Fehler ist die Lagerung in unbelüfteten Räumen, in denen sich Dämpfe brennbarer oder giftiger Substanzen ansammeln können, was das Risiko von Bränden oder Vergiftungen erhöht. Beispielsweise sollten Lösungsmittel wie Aceton oder Isopropylalkohol kühl, fern von direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequellen gelagert werden, idealerweise in geschlossenen Metallschränken mit Belüftung.

Ein weiteres Problem ist die gemeinsame Lagerung inkompatibler Substanzen. Saure und alkalische Mittel dürfen nicht nebeneinander gelagert werden, da es bei einem möglichen Austritt oder Verschütten zu heftigen chemischen Reaktionen mit Freisetzung von Wärme oder giftigen Gasen kommen kann. Ebenso müssen brennbare Stoffe von Oxidationsmitteln wie Peroxiden oder Nitraten getrennt werden. Lagerräume sollten mit einer übersichtlichen Kennzeichnung, separaten Bereichen für verschiedene Stoffkategorien und Absorptionsmaterialien für den Fall von Leckagen ausgestattet sein.

4. Ignorieren der Materialverträglichkeit

Industrielle Reinigungsmittel sind oft aggressiv und können die Materialien beschädigen, mit denen sie in Kontakt kommen. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung eines Universalreinigers auf allen Oberflächen ohne Rücksicht auf deren chemische Beständigkeit. Beispielsweise können saure Reinigungsmittel Metalle wie Aluminium oder Zink korrodieren, während alkalische Mittel lackierte Oberflächen oder Kunststoffe beschädigen können. Vor der Anwendung ist es unerlässlich, die Verträglichkeit des Mittels mit dem Material zu überprüfen, entweder anhand der technischen Dokumentation oder durch einen Test auf einer kleinen, unauffälligen Fläche.

Ein weiteres Risiko ist die langfristige Einwirkung von Reinigungsmitteln auf empfindliche Materialien. Auch wenn es nicht zu einer sofortigen Beschädigung kommt, kann die wiederholte Verwendung eines ungeeigneten Mittels zur Degradation der Oberfläche, zum Verlust des Glanzes oder der mechanischen Festigkeit führen. Beispielsweise können einige Tenside Risse in Kunststoffen oder Gummidichtungen verursachen. Für empfindliche Materialien wie elektronische Bauteile oder optische Geräte empfiehlt es sich, spezielle Reinigungsmittel mit geringer Aggressivität und kurzer Einwirkzeit zu verwenden.

4. Missachtung der Materialverträglichkeit

Foto: Daniel Campbell / Unsplash

5. Mischen verschiedener Reinigungsmittel ohne Überprüfung

Eine der riskantesten Praktiken in der industriellen Umgebung ist das unkontrollierte Mischen verschiedener Reinigungsmittel. Viele Anwender gehen davon aus, dass die Kombination zweier wirksamer Präparate zu einem besseren Ergebnis führt, doch oft ist das Gegenteil der Fall. Beispielsweise kann das Mischen von sauren und alkalischen Reinigern eine chemische Reaktion mit Freisetzung giftiger Gase wie Chlor oder Ammoniak auslösen, die die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden. Ebenso gefährlich ist die Kombination von chlorhaltigen Präparaten mit Ammoniak oder organischen Säuren – das Ergebnis kann die Bildung ätzender oder explosiver Verbindungen sein.

Vor jedem Mischen ist es unerlässlich, die Sicherheitsdatenblätter beider Produkte zu konsultieren und ihre Kompatibilität zu überprüfen. In der Praxis ist es am sichersten, jeweils nur ein Präparat zu verwenden und nach dessen Anwendung die Oberfläche gründlich mit Wasser abzuspülen, bevor Sie zum nächsten Schritt übergehen. Falls es notwendig ist, mehrere Mittel zu kombinieren, ist es ratsam, sich mit dem Lieferanten oder einem Experten für chemische Prozesse zu beraten. Denken Sie stets daran, dass auch scheinbar harmlose Inhaltsstoffe bei falscher Kombination ernsthafte Probleme verursachen können.

6. Unzureichender Schutz der Mitarbeiter und der Arbeitsumgebung

Industrielle Reinigungsmittel enthalten häufig aggressive Substanzen, die bei unsachgemäßer Handhabung die Gesundheit der Mitarbeiter schädigen oder die Umwelt kontaminieren können. Ein typischer Fehler ist die Unterschätzung persönlicher Schutzausrüstung (PSA) – beispielsweise das Arbeiten ohne Handschuhe, Schutzbrille oder Atemschutz bei der Handhabung von Konzentraten. Viele Anwender verlassen sich darauf, dass sie „es auch ohne Schutz schaffen“, was zu Hautreizungen, Verätzungen oder langfristigen gesundheitlichen Problemen wie Atemwegserkrankungen führen kann.

Ebenso wichtig ist es, für eine angemessene Belüftung des Arbeitsbereichs zu sorgen, insbesondere bei der Arbeit mit flüchtigen Substanzen oder Aerosolen. In geschlossenen Räumen können sich Dämpfe ansammeln, die bei Überschreitung der Grenzwerte Schwindel, Übelkeit oder sogar Bewusstlosigkeit verursachen. Vor Beginn der Arbeit muss überprüft werden, ob die Sicherheitsanforderungen gemäß der REACH- und CLP-Verordnung erfüllt sind, und sichergestellt werden, dass alle Mitarbeiter in der Handhabung der jeweiligen Produkte geschult sind. Die regelmäßige Kontrolle des Zustands der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und deren Austausch nach Beschädigung oder Ablauf der Haltbarkeit ist selbstverständlich.

7. Vernachlässigung der Wartung und Kalibrierung von Applikationsgeräten

Applikationsgeräte wie Sprühgeräte, Dosiersysteme oder Hochdruckreiniger spielen eine Schlüsselrolle für den effizienten und sicheren Einsatz industrieller Reinigungsmittel. Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Wartung dieser Geräte, was zu vorzeitigem Verschleiß, Undichtigkeiten oder falscher Dosierung führt. Beispielsweise können verstopfte Sprühdüsen eine ungleichmäßige Verteilung des Produkts verursachen, was die Reinigungswirkung verringert und den Chemikalienverbrauch erhöht. Ebenso problematisch ist die Verwendung beschädigter Schläuche oder Verbindungen, die zu Undichtigkeiten und Kontamination der Umgebung führen können.

Die regelmäßige Kalibrierung von Dosiersystemen ist unerlässlich, um das richtige Verdünnungsverhältnis von Konzentraten sicherzustellen. Eine zu niedrige Konzentration verringert die Reinigungswirkung, während eine zu hohe Konzentration Materialien beschädigen oder das Risiko chemischer Reaktionen erhöhen kann. Es wird empfohlen, Aufzeichnungen über die Wartung und Kalibrierung der Geräte zu führen und diese gemäß den Anweisungen des Herstellers durchzuführen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, einen Fachmann zu konsultieren, der dabei hilft, den Prozess zu optimieren und unnötige Kosten für Reparaturen oder den Ersatz von Geräten zu vermeiden.

Richtige Informationen sind die Grundlage für sicheres Arbeiten

Jedes Reinigungsmittel erfordert einen individuellen Ansatz – von den Lagerbedingungen bis zur Anwendungsweise. Die GCG Group stellt zu jedem gelieferten Rohstoff detaillierte Sicherheitsdatenblätter (SDS) und technische Spezifikationen bereit, die helfen, Fehler zu vermeiden und Prozesse zu optimieren. Sollten Sie Zweifel an der Kompatibilität oder der richtigen Verwendung haben, zögern Sie nicht, sich an unsere Experten zu wenden. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt unseren Katalog mit über 1 300 Produkten an.

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