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Ökodesign in der Kosmetik: Nachhaltige
Nachhaltigkeit 24. 7. 2026 Redakce GCG Chemicals

Ökodesign in der Kosmetik: Nachhaltige

Wie entwickelt man umweltfreundliche Kosmetik mit geringerem ökologischen Fußabdruck? Tipps zur Rohstoffauswahl und Ressourceneinsparung.

Ecodesign in der Kosmetik: Wie man umweltfreundliche Produkte mit geringerer ökologischer Belastung formuliert

Foto: ק. פ. / Unsplash

Die ökologische Belastung kosmetischer Produkte wird zu einem entscheidenden Faktor nicht nur für Verbraucher, sondern auch für Hersteller und Händler von Rohstoffen. Kunden verlangen Produkte, die sowohl hautverträglich als auch umweltfreundlich sind, und die Gesetzgebung schränkt schrittweise die Verwendung kontroverser Substanzen ein. Wie lässt sich jedoch ein kosmetisches Produkt entwickeln, das die Anforderungen an Wirksamkeit, Stabilität und Sicherheit erfüllt und gleichzeitig die Auswirkungen auf den Planeten minimiert? Von der Auswahl der Rohstoffe über die Optimierung der Produktionsprozesse bis hin zu Verpackungslösungen – Ecodesign in der Kosmetik erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf konkrete Schritte, die Hersteller unternehmen können, um ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten, ohne dabei an Qualität einzubüßen.

Ecodesign in der Kosmetik: Was bedeutet das eigentlich?

Ecodesign im Kosmetiksektor stellt einen Ansatz dar, der den Schwerpunkt auf die Minimierung negativer Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt während ihres gesamten Lebenszyklus legt – von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Distribution bis hin zur Verwendung und Entsorgung der Verpackungen. Es geht nicht nur um den Ersatz einer Komponente durch eine „grünere“ Alternative, sondern um die umfassende Optimierung der Rezeptur, der Prozesse und der Logistik. Ziel ist es, den Energie- und Wasserverbrauch, die Treibhausgasemissionen und die Abfallmenge zu reduzieren, ohne die Funktionalität, Sicherheit oder Stabilität des Produkts zu gefährden.

In der Praxis bedeutet dies beispielsweise die Auswahl von Rohstoffen mit einer geringeren ökologischen Belastung, wie pflanzliche Öle anstelle von mineralischen oder biologisch abbaubare Tenside statt persistenter synthetischer Varianten. Wichtig ist auch die Effizienz der Produktion – beispielsweise kann die Senkung der Temperatur beim Mischen von Emulsionen von 80 °C auf 60 °C bis zu 30 % Energie einsparen. Ecodesign spiegelt sich auch in den Verpackungen wider, wobei recycelbare Materialien, ein minimalistisches Design oder Mehrwegsysteme bevorzugt werden. Ein zentrales Instrument ist die Ökobilanz (LCA), die hilft, kritische Punkte zu identifizieren und Maßnahmen zu priorisieren.

Biologische Abbaubarkeit und schonende Tenside: Wie lassen sich problematische Inhaltsstoffe ersetzen?

Tenside zählen zu den meistdiskutierten Inhaltsstoffen von Kosmetik- und Reinigungsmitteln im Hinblick auf die ökologische Belastung. Traditionelle anionische Tenside wie Alkylbenzolsulfonate (LAS) oder Alkylsulfate (SLS/SLES) sind zwar wirksam und kostengünstig, ihre biologische Abbaubarkeit ist jedoch begrenzt, und sie können aquatische Ökosysteme belasten. Modernes Ecodesign sucht daher nach Alternativen mit einem besseren ökologischen Profil, beispielsweise auf Zuckerbasis (Alkylpolyglucoside), Aminosäuren (Glutamate, Glycinate) oder pflanzlichen Ölen (Kokos-, Palmkernölderivate).

Bei der Auswahl umweltverträglicher Tenside ist es entscheidend, nicht nur ihre biologische Abbaubarkeit zu bewerten, sondern auch ihre Toxizität für Wasserorganismen und ihre Fähigkeit zur Akkumulation in der Umwelt. Beispielsweise zersetzen sich Alkylpolyglukoside innerhalb weniger Tage in Wasser und Kohlendioxid und weisen eine geringe Toxizität auf. Wichtig ist auch, die Gesamtkonzentration der Tenside im Produkt zu berücksichtigen – durch die Optimierung der Rezeptur kann oft die gleiche Reinigungswirkung mit einem geringeren Gehalt an Wirkstoffen erzielt werden. Für Hersteller ist es vorteilhaft, verschiedene Tensidtypen zu kombinieren, damit sie sich gegenseitig ergänzen und so der Gesamtverbrauch reduziert wird.

Biologische Abbaubarkeit und umweltverträgliche Tenside: Wie lassen sich problematische Inhaltsstoffe ersetzen?

Foto: Egor Myznik / Unsplash

Polyole und Emollienzien: Pflanzliche Alternativen zu synthetischen Rohstoffen

Polyole und Emollienzien sind essenziell für die Hydratation und Textur kosmetischer Präparate, doch viele synthetische Varianten (z. B. Mineralöle, Silikone) haben einen hohen ökologischen Fußabdruck. Ökodesign bevorzugt daher pflanzliche Alternativen wie Triglyceride aus Kokos-, Sonnenblumen- oder Rapsöl, die erneuerbar und leicht biologisch abbaubar sind. Eine weitere Möglichkeit sind Polyole auf Zuckerbasis, beispielsweise Sorbit oder Glycerin aus pflanzlichen Quellen, die zudem oft eine bessere Hautverträglichkeit aufweisen.

Beim Umstieg auf pflanzliche Rohstoffe muss auf die Stabilität und mikrobiologische Reinheit des Produkts geachtet werden. Pflanzliche Öle sind anfälliger für Oxidation als Mineralöle, daher ist es notwendig, Antioxidantien (z. B. Tocopherol) zuzusetzen oder die Lagerbedingungen anzupassen. Wichtig ist auch die Transparenz der Lieferkette – Zertifizierungen wie RSPO (für Palmöl) oder COSMOS gewährleisten, dass die Rohstoffe aus nachhaltigen Quellen stammen. Ein Vorteil pflanzlicher Emollienzien ist oft ihre Multifunktionalität, da sie gleichzeitig als weichmachende Komponente, Lösungsmittel oder Konservierungsbooster dienen können.

Zertifizierungen und Regularien: Wie weist man die ökologische Verträglichkeit eines Produkts nach?

Für Kosmetikhersteller ist es entscheidend, nicht nur ökologisch verträgliche Produkte zu formulieren, sondern deren Eigenschaften auch transparent und glaubwürdig zu kommunizieren. Zertifizierungen unabhängiger Organisationen wie COSMOS, Ecocert oder NaTrue bieten Kunden die Gewissheit, dass das Produkt strenge Kriterien in Bezug auf biologische Abbaubarkeit, erneuerbare Rohstoffe und den Verzicht auf problematische Substanzen erfüllt. Diese Zertifizierungen verlangen beispielsweise, dass mindestens 95 % der Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind und mindestens 20 % aus ökologischem Anbau stammen.

Neben freiwilligen Zertifizierungen müssen auch gesetzliche Anforderungen eingehalten werden, insbesondere die REACH- und CLP/GHS-Verordnungen, die die Sicherheit von Chemikalien und deren Kennzeichnung regeln. Das Ökodesign muss auch Beschränkungen für bestimmte Inhaltsstoffe berücksichtigen, wie beispielsweise Mikroplastik (in der EU seit 2020 verboten) oder bestimmte Konservierungsstoffe (z. B. Parabene). Ein wichtiges Instrument ist auch die Umweltkennzeichnung, wie das EU Ecolabel, das die Gesamtauswirkungen eines Produkts auf die Umwelt bewertet. Für Hersteller ist es vorteilhaft, Zertifizierungen mit eigenen internen Standards zu kombinieren, beispielsweise durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen in der Produktion oder die Verwendung von recycelten Verpackungen.

Zertifizierungen und Regularien: Wie weist man die Umweltverträglichkeit eines Produkts nach?

Foto: Egor Myznik / Unsplash

Optimierung von Verpackungen: Abfallminimierung und Materialauswahl

Ökodesign in der Kosmetik beschränkt sich nicht nur auf die Zusammensetzung des Produkts, sondern umfasst auch dessen Verpackungsstrategie. Hersteller konzentrieren sich zunehmend auf die Reduzierung des Verpackungsvolumens, die Nutzung recycelter Materialien und die Gestaltung wiederverwendbarer oder kompostierbarer Lösungen. Beispielsweise können Plastikflaschen aus recyceltem PET (rPET) den CO₂-Fußabdruck um bis zu 75 % im Vergleich zu neuem Kunststoff reduzieren, ohne dass die Funktionalität oder Sicherheit des Produkts beeinträchtigt wird. Wichtig ist auch die Eliminierung überflüssiger Komponenten wie innerer Verschlüsse oder mehrschichtiger Verpackungen, die das Recycling erschweren.

Bei der Auswahl der Materialien ist es entscheidend, ihren Lebenszyklus zu berücksichtigen – vom Abbau der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Entsorgung. Glas ist zwar vollständig recycelbar, aber sein hohes Gewicht erhöht die Emissionen beim Transport. Aluminiumverpackungen hingegen sind leicht und gut recycelbar, aber ihre Herstellung ist energieintensiv. Innovative Alternativen wie Verpackungen aus Biokunststoffen auf Stärke- oder Zellulosebasis bieten einen Kompromiss, sofern sie gemäß den geltenden Normen als kompostierbar zertifiziert sind. Für Hersteller ist es entscheidend, mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die transparente Informationen über die Herkunft und die ökologischen Auswirkungen ihrer Materialien bereitstellen.

Einsparung von Wasser und Energie im Produktionsprozess

Die Herstellung kosmetischer Produkte ist oft mit einem hohen Wasser- und Energieverbrauch verbunden, was erheblich zur ökologischen Bilanz beiträgt. Ökodesign umfasst daher die Optimierung der Produktionsprozesse mit dem Ziel, diesen Bedarf zu minimieren. Beispielsweise kann die Kühlung von Reaktoren mit geschlossenen Kreisläufen und Wasserrückführung den Verbrauch um bis zu 90 % im Vergleich zu herkömmlichen Methoden senken. Ebenso kann die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Solar- oder Windenergie die mit der Produktion verbundenen CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.

Ein weiterer entscheidender Schritt ist die Effizienzsteigerung von Misch- und Homogenisierungsprozessen, die oft hohe Temperaturen und lange Verarbeitungszeiten erfordern. Moderne Technologien wie Ultraschall- oder Mikrowellenhomogenisatoren ermöglichen es, die gewünschte Produktqualität bei geringerem Energieaufwand zu erreichen. Hersteller sollten außerdem lokale Rohstoffquellen in Betracht ziehen, um die mit dem Transport verbundenen Emissionen zu reduzieren. Die Umsetzung dieser Maßnahmen spart nicht nur Ressourcen, sondern führt häufig auch zu Kosteneinsparungen, was sowohl für die Umwelt als auch für das Unternehmen vorteilhaft ist.

Ökologische Stabilität und Haltbarkeit: Wie die Lebensdauer eines Produkts ohne schädliche Konservierungsstoffe verlängert werden kann

Die Haltbarkeit kosmetischer Produkte ist entscheidend für ihre Sicherheit und Wirksamkeit, doch traditionelle Konservierungssysteme enthalten oft Substanzen, die die Umwelt belasten oder allergische Reaktionen auslösen können. Der Ökodesign sucht daher nach Alternativen, die die Lebensdauer des Produkts ohne negative Auswirkungen verlängern. Eine Möglichkeit sind natürliche Konservierungsstoffe wie Extrakte aus Rosmarin, Grapefruitsamen oder Benzoesäure in niedrigen Konzentrationen, die das Wachstum von Mikroorganismen wirksam hemmen und gleichzeitig die Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit erfüllen.

Eine weitere Strategie ist die Optimierung des pH-Werts des Produkts, der dessen Stabilität erheblich beeinflussen kann. Beispielsweise verlangsamt ein saures Milieu (pH 4–5) das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen, wodurch die Menge der benötigten Konservierungsstoffe reduziert werden kann. Hersteller sollten auch innovative Verpackungslösungen in Betracht ziehen, wie luftdichte Pumpen oder Einzeldosisverpackungen, die den Kontakt des Produkts mit Luft und Mikroorganismen minimieren. Wichtig ist, die Stabilität des Produkts mit standardisierten Prüfmethoden zu testen, um dessen Sicherheit während der gesamten Haltbarkeitsdauer zu gewährleisten, ohne auf aggressive Chemikalien zurückgreifen zu müssen.

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Jeder Rohstoff im Portfolio der GCG Group wird mit detaillierter technischer Dokumentation und Sicherheitsdatenblättern geliefert, die Ihnen helfen, dessen Eignung für umweltfreundliche Formulierungen zu bewerten. Unsere Experten beraten Sie gerne bei der Auswahl von Alternativen und der Optimierung von Rezepturen für Ihre spezifischen Anforderungen. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt den Katalog mit über 1 300 Produkten an.

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