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Reinheit und Identität von pharmazeutischen
Ratgeber 18. 7. 2026 Redakce GCG Chemicals

Reinheit und Identität von pharmazeutischen

Wie testet man Reinheit und Identität von pharmazeutischen Rohstoffen? Methoden, Normen und Tipps zur Lieferantenkontrolle.

Pharmazeutische Rohstoffe: Wie Sie die Reinheit und Identität von Wirkstoffen richtig prüfen

Foto: Trnava University / Unsplash

Die Herstellung von Arzneimitteln erfordert absolute Sicherheit hinsichtlich der Qualität der verwendeten Rohstoffe, insbesondere der Wirkstoffe. Schon eine geringe Abweichung in der Reinheit oder eine falsche Identifizierung kann zu ernsthaften Problemen führen – von einer verminderten Wirksamkeit des Arzneimittels bis hin zum Risiko einer Kontamination. Daher ist die Prüfung der Reinheit und Identität pharmazeutischer Rohstoffe ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Herstellungsprozesses. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die standardmäßigen Methoden, die in der Praxis angewendet werden, und darauf, wie man die Ergebnisse der Analysen richtig interpretiert. Wir konzentrieren uns auch auf häufige Fehler bei der Auswahl von Lieferanten und darauf, welche Dokumente Bestandteil jeder Lieferung sein sollten.

Warum ist die Prüfung der Reinheit und Identität pharmazeutischer Rohstoffe entscheidend?

Die Prüfung der Reinheit und Identität aktiver pharmazeutischer Wirkstoffe (API) ist eine grundlegende Voraussetzung, um die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität von Arzneimitteln zu gewährleisten. Schon geringe Abweichungen in der Reinheit oder eine falsche Identifizierung können zu ernsthaften Gesundheitsrisiken, einer Verringerung der therapeutischen Wirkung oder sogar zu Produktionsausschuss führen. Gemäß der REACH-Verordnung und den Richtlinien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) muss jede Charge eines Rohstoffs einer strengen Kontrolle unterzogen werden, die die Übereinstimmung mit der Spezifikation bestätigt. Dies gilt nicht nur für fertige Arzneimittel, sondern auch für Zwischenprodukte und Ausgangsrohstoffe.

In der Praxis konzentriert sich die Prüfung auf den Nachweis von Verunreinigungen wie Lösungsmittelrückstände, Schwermetalle, mikrobielle Kontaminationen oder Abbauprodukte. Die Identität des Stoffes wird mittels spektroskopischer Methoden (z. B. Infrarotspektroskopie, kernmagnetische Resonanz) und chromatographischer Techniken (HPLC, GC) überprüft. Diese Analysen müssen gemäß standardisierter Arbeitsanweisungen (SOP) und validierter Methoden durchgeführt werden, damit die Ergebnisse reproduzierbar und rechtlich belastbar sind.

Welche Methoden werden zur Überprüfung der Identität von Wirkstoffen eingesetzt?

Die Identität eines pharmazeutischen Rohstoffs wird durch die Kombination mehrerer analytischer Methoden überprüft, die ein umfassendes Bild der Struktur und Zusammensetzung des Stoffes liefern. Die grundlegende Technik ist die Infrarotspektroskopie (IR), die funktionelle Gruppen und charakteristische Bindungen im Molekül identifiziert. Für eine genauere Strukturaufklärung wird häufig die kernmagnetische Resonanz (NMR) eingesetzt, die einzelne Atome und deren chemische Umgebung unterscheidet. Bei optisch aktiven Substanzen ist die Polarimetrie unerlässlich, die den spezifischen Drehwinkel der Ebene des polarisierten Lichts misst.

Eine weitere Schlüsselmethode ist die Massenspektrometrie (MS), häufig in Kombination mit der Flüssigchromatographie (LC-MS), die die Identifizierung auch geringfügiger Bestandteile eines Gemisches ermöglicht. Zur Bestätigung der Identität wird auch die Röntgenbeugung (XRD) eingesetzt, insbesondere bei kristallinen Substanzen, bei denen es wichtig ist, die polymorphe Form zu überprüfen. Alle diese Methoden müssen gemäß den geltenden pharmazeutischen Standards kalibriert und validiert werden, damit die Ergebnisse zuverlässig und für die Aufsichtsbehörden akzeptabel sind.

Welche Methoden werden zur Überprüfung der Identität von Wirkstoffen eingesetzt?

Foto: Julia Koblitz / Unsplash

Wie erfolgt die Prüfung der Reinheit und der Nachweis von Verunreinigungen?

Die Prüfung der Reinheit pharmazeutischer Rohstoffe umfasst die quantitative Analyse des Gehalts des Hauptstoffs und den Nachweis möglicher Verunreinigungen. Am häufigsten wird die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) eingesetzt, die die einzelnen Komponenten eines Gemisches trennt und deren präzise Bestimmung ermöglicht. Für flüchtige Verunreinigungen wie Lösungsmittelreste eignet sich die Gaschromatographie (GC) mit einem FID-Detektor oder Massenspektrometer. Schwermetalle werden mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) oder induktiv gekoppelter Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) bestimmt.

Mikrobielle Kontaminationen werden durch Kultivierungsmethoden oder schnelle Techniken wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) getestet. Abbauprodukte und die Stabilität des Rohstoffs werden mittels beschleunigter Stresstests überprüft, bei denen die Substanz erhöhten Temperaturen, Feuchtigkeit oder Licht ausgesetzt wird. Die Ergebnisse dieser Tests müssen die in den Arzneibuch-Monographien oder internen Herstellerspezifikationen festgelegten Grenzwerte erfüllen. Eine Überschreitung dieser Grenzwerte kann zur Ablehnung der Charge oder zur Notwendigkeit einer weiteren Reinigung führen.

Wie gewährleisten Sie eine korrekte Dokumentation und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen?

Die Dokumentation ist ein integraler Bestandteil der Prüfung pharmazeutischer Rohstoffe und muss in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Guten Herstellungspraxis (GMP) geführt werden. Jede Analyse muss detailliert dokumentiert werden, einschließlich der verwendeten Methoden, Geräte, Kalibrierstandards und Ergebnisse. Prüfprotokolle sollten auch Angaben zur Validierung der Methoden, Qualifikation des Personals und regelmäßigen Geräteüberprüfungen enthalten. Diese Aufzeichnungen dienen als Nachweis für behördliche Inspektionen und Audits.

Wichtig ist auch, Änderungen in der Gesetzgebung zu verfolgen, wie Aktualisierungen der Arzneibücher oder der REACH- und CLP-Verordnungen. Neu identifizierte Verunreinigungen müssen beispielsweise in die Prüfprotokolle aufgenommen und ihre Grenzwerte gemäß den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Um die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern, empfiehlt sich die Verwendung spezialisierter Software für das Laborinformationsmanagement (LIMS), die die Aufzeichnungen automatisiert und das Risiko menschlicher Fehler minimiert. Eine korrekt geführte Dokumentation vereinfacht nicht nur die Genehmigungsprozesse, sondern stärkt auch das Vertrauen der Kunden und Aufsichtsbehörden in die Qualität der gelieferten Rohstoffe.

Wie stellt man eine korrekte Dokumentation und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicher?

Foto: Hans Reniers / Unsplash

Welche sind die häufigsten Verunreinigungen in Wirkstoffen und wie lassen sie sich identifizieren?

Aktive pharmazeutische Wirkstoffe (API) können verschiedene Arten von Verunreinigungen enthalten, die in mehrere Kategorien unterteilt werden: organische Verunreinigungen (Lösungsmittelrückstände, Synthesezwischenprodukte), anorganische Verunreinigungen (Schwermetalle, Salze) und restliche Lösungsmittel. Diese Verunreinigungen können aus dem Herstellungsprozess, dem Abbau des Ausgangsmaterials oder einer Kontamination während der Lagerung stammen. Ihre Anwesenheit kann nicht nur die Wirksamkeit des Arzneimittels, sondern auch dessen Sicherheit für die Patienten beeinflussen. Daher ist es entscheidend, Verunreinigungen nicht nur zu detektieren, sondern auch zu quantifizieren und mit den von Aufsichtsbehörden wie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) oder der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) festgelegten Grenzwerten zu vergleichen.

Zur Identifizierung von Verunreinigungen werden Kombinationen analytischer Methoden eingesetzt. Chromatographische Techniken wie HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) oder GC (Gaschromatographie) ermöglichen die Trennung und Quantifizierung einzelner Komponenten eines Gemisches. Die Massenspektrometrie (MS) liefert dann detaillierte Informationen über die Struktur der Verunreinigungen. Für anorganische Verunreinigungen wird häufig die Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) oder die induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) verwendet. Wichtig ist auch die Überprüfung, ob die Verunreinigungen die in den Arzneibuch-Monographien wie dem Europäischen Arzneibuch oder der USP festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.

Wie beeinflussen Lagerung und Handhabung von API die Ergebnisse der Reinheitsprüfung?

Die Lagerung und Handhabung von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen haben einen entscheidenden Einfluss auf deren Stabilität und damit auf die Ergebnisse der Reinheitsprüfung. Unsachgemäße Bedingungen wie hohe Temperaturen, Feuchtigkeit oder Lichteinwirkung können zur Degradation des API und zur Entstehung neuer Verunreinigungen führen. Beispielsweise sind einige Substanzen empfindlich gegenüber Oxidation, andere gegenüber Hydrolyse, weshalb die in der technischen Dokumentation angegebenen spezifischen Lagerbedingungen eingehalten werden müssen. Es wird empfohlen, API in den Originalverpackungen zu lagern, die Schutz vor Feuchtigkeit und Licht bieten, sowie in klimatisierten Räumen mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Die Handhabung von API sollte gemäß den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) erfolgen. Dazu gehören die Verwendung sauberer und geeigneter Werkzeuge, die Minimierung der Exposition gegenüber Luft und die Vermeidung von Kreuzkontamination. Vor der Prüfung ist es wichtig, die Probe gründlich zu mischen, um ihre Homogenität sicherzustellen. Bei hygroskopischen Substanzen muss in einer Umgebung mit geringer Luftfeuchtigkeit gearbeitet werden, um die Aufnahme von Wasser und eine Verfälschung der Ergebnisse zu verhindern. Die Einhaltung dieser Grundsätze ist entscheidend, um zuverlässige und reproduzierbare Prüfergebnisse zu erhalten.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Validierung analytischer Methoden für die Prüfung pharmazeutischer Rohstoffe?

Die Validierung analytischer Methoden ist ein notwendiger Schritt, um die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Ergebnisse bei der Prüfung der Reinheit und Identität von API sicherzustellen. Zu den Haupt Herausforderungen gehören die Festlegung von Parametern wie Spezifität, Linearität, Präzision, Richtigkeit, Robustheit sowie Nachweis- und Bestimmungsgrenzen. Die Spezifität der Methode muss so überprüft werden, dass die Zielsubstanz eindeutig identifiziert und von potenziellen Verunreinigungen oder Matrixbestandteilen unterschieden werden kann. Die Linearität stellt sicher, dass die Methode Ergebnisse liefert, die proportional zur Konzentration der analysierten Substanz in einem bestimmten Bereich sind.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Robustheit der Methode sicherzustellen, d. h. ihre Fähigkeit, konsistente Ergebnisse auch bei kleinen Änderungen der Bedingungen wie Temperatur, pH-Wert oder Zusammensetzung der mobilen Phase zu liefern. Die Validierung muss gemäß international anerkannter Richtlinien, z. B. der ICH (International Council for Harmonisation), durchgeführt werden, die die Anforderungen an die Validierung analytischer Methoden für pharmazeutische Zwecke definieren. Wichtig ist auch die regelmäßige Überprüfung und Revalidierung der Methoden, insbesondere bei Änderungen im Herstellungsprozess oder bei der Einführung neuer analytischer Technologien.

Benötigen Sie geprüfte pharmazeutische Rohstoffe?

Die GCG Group liefert pharmazeutische Rohstoffe mit vollständiger Dokumentation, einschließlich analytischer Zertifikate und Sicherheitsdatenblätter. Unsere Experten beraten Sie bei der Auswahl geeigneter Testmethoden und stellen Rohstoffe bereit, die strenge GMP-Anforderungen und andere Standards erfüllen. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt unseren Katalog mit über 1.300 Produkten an.

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