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Wie chemische Additive das Problem der Emulsionsbildung bei der Erdölförderung lösen: Praktische Vorgehensweise für Förderunternehmen
Aus der Praxis 17. 7. 2026 Redakce GCG Chemicals

Wie chemische Additive das Problem der Emulsionsbildung bei der Erdölförderung lösen: Praktische Vorgehensweise für Förderunternehmen

Die Bildung stabiler Emulsionen aus Wasser und Erdöl erschwert die Förderung, Verarbeitung und den Transport. Erfahren Sie, wie richtig ausgewählte Demulgator-Additive die Effizienz der Separation steigern und die Betriebskosten in Förderanlagen senken.

Wie chemische Additive das Problem der Emulsionsbildung bei der Erdölförderung lösen: Praktisches Vorgehen für Förderunternehmen

Foto: Maria Lupan / Unsplash

Bei der Erdölförderung kommt es häufig zur unerwünschten Bildung von Emulsionen, bei denen sich Wasser und Öl zu einer stabilen Mischung vermengen, die sich nicht leicht trennen lässt. Dieses Problem verlängert die Verarbeitung, erhöht die Transportkosten und kann zu Schäden an Anlagen durch Korrosion oder Ablagerungen führen. Die Lösung bieten Demulgatoren – chemische Substanzen, die die Oberflächenspannung zwischen Wasser und Öl stören und deren Trennung beschleunigen. In der Praxis hängt die Auswahl des richtigen Typs und der Dosierung des Additivs jedoch von der Zusammensetzung des Öls, der Temperatur, dem Druck und anderen Betriebsbedingungen ab. Wie geht man vor, damit die Trennung möglichst effizient abläuft?

Warum entstehen unerwünschte Emulsionen bei der Erdölförderung und welche Probleme verursachen sie

Bei der Erdölförderung kommt es häufig zur Vermischung von Erdöl mit Wasser, was zur Bildung stabiler Emulsionen vom Typ Wasser-in-Öl (W/O) oder Öl-in-Wasser (O/W) führt. Diese Emulsionen entstehen auf natürliche Weise durch mechanisches Mischen während des Pumpens, das Vorhandensein natürlicher grenzflächenaktiver Substanzen (z. B. Asphaltene, Harze) und den hohen Druck im Lager. Das Problem besteht darin, dass Emulsionen die Viskosität des Gemisches erhöhen, die Phasentrennung erschweren und die Kosten für Transport und Verarbeitung steigern. Darüber hinaus können sie Korrosion in Rohrleitungen verursachen, Anlagen verstopfen und die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen.

Die Stabilität von Emulsionen hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe der dispergierten Phasentropfen (je kleiner, desto stabiler), dem Dichteunterschied zwischen den Phasen, der Temperatur und dem pH-Wert des Mediums. In der Praxis bilden sich Emulsionen oft bereits im Lager, aber ihre Stabilität nimmt während des Transports und der Aufbereitung des Erdöls zu. Förderunternehmen suchen daher nach effizienten Methoden, um Emulsionen zu zerstören oder deren Entstehung vorzubeugen, um betriebliche Komplikationen und Verluste zu minimieren.

Wie chemische Additive die Stabilität von Emulsionen stören: Wirkungsmechanismus

Zur Zerstörung von Emulsionen werden spezialisierte chemische Additive – Demulgatoren – eingesetzt. Diese Substanzen wirken, indem sie den Grenzflächenfilm stören, der die Tropfen der dispergierten Phase umgibt und deren Vereinigung verhindert. Demulgatoren sind in der Regel Mischungen von Tensiden mit unterschiedlicher hydrophil-lipophiler Balance (HLB), die sich an der Grenzfläche Öl-Wasser adsorbieren und die Kohäsionskräfte zwischen den Molekülen natürlicher Emulgatoren (z. B. Asphaltene) schwächen. Dadurch ermöglichen sie den Wassertropfen oder Öltropfen zu koaleszieren und sich von der Hauptphase abzutrennen.

Die Wirksamkeit von Demulgatoren hängt von ihrer chemischen Zusammensetzung, Dosierung und den Anwendungsbedingungen ab. Beispielsweise sind nichtionische Tenside auf Basis von Blockcopolymeren aus Polyethylenoxid und Polypropylenoxid bei niedrigen Temperaturen wirksam, während ionogene Demulgatoren (z. B. Sulfonate) in Umgebungen mit hohem Salzgehalt besser funktionieren. Die Dosierung liegt je nach Zusammensetzung des Rohöls und der gewünschten Trennungsgeschwindigkeit im Bereich von 10–100 ppm. Entscheidend ist auch das richtige Mischen des Additivs mit dem Rohöl, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.

Wie chemische Additive die Stabilität von Emulsionen stören: Wirkungsmechanismus

Foto: Natalia Grela / Unsplash

Praktisches Vorgehen bei der Anwendung von Demulgatoren im Förderbetrieb

Die Anwendung von Demulgatoren erfordert einen systematischen Ansatz, der mit Labortests von Erdölproben beginnt. Zunächst wird eine Analyse der Emulsionszusammensetzung durchgeführt, einschließlich der Bestimmung des Wasser-, Salz- und Feststoffgehalts. Anschließend wird die Wirksamkeit verschiedener Demulgatortypen mithilfe standardisierter Prüfmethoden getestet, wie z. B. dem Flaschentest (Bottle Test), bei dem die Geschwindigkeit und Vollständigkeit der Phasentrennung bei verschiedenen Additivdosierungen beobachtet wird. Die optimale Dosierung wird auf Basis der erreichten Trennung innerhalb von 30–60 Minuten bei einer den Betriebsbedingungen entsprechenden Temperatur bestimmt.

Im Betrieb werden Demulgatoren kontinuierlich mittels Dosierpumpen in die Erdölleitung eingebracht, idealerweise so nah wie möglich am Entstehungsort der Emulsion (z. B. an der Bohrlochmündung oder an Separationstanks). Wichtig ist eine ausreichende Durchmischung des Additivs mit dem Erdöl, was durch statische Mischer oder turbulente Strömung in der Leitung erreicht werden kann. Nach der Anwendung lässt man das Gemisch in Separationstanks sedimentieren, wo die Trennung von Wasser und Erdöl erfolgt. Der Prozess muss regelmäßig überwacht und die Dosierung an Veränderungen in der Rohstoffzusammensetzung oder den Betriebsbedingungen angepasst werden.

Optimierung des Prozesses und wirtschaftliche Vorteile für Förderunternehmen

Der effektive Einsatz von Demulgatoren bringt Förderunternehmen mehrere entscheidende Vorteile. Der erste ist die Senkung der Betriebskosten durch schnellere Phasentrennung, was einen höheren Durchsatz in den Separationseinheiten ermöglicht und den Energieverbrauch für Erwärmung und Pumpen reduziert. Darüber hinaus werden Ölverluste minimiert, die sonst in stabilen Emulsionen gebunden blieben, und die Wartungskosten für Anlagen (z. B. Reinigung von Rohrleitungen von Ablagerungen) gesenkt. Eine qualitativ hochwertigere Trennung verbessert auch die Parameter des kommerziellen Erdöls, wie z. B. den Wasser- und Salzgehalt, was zu besseren Verkaufsbedingungen führen kann.

Um die maximalen Vorteile zu erzielen, ist es ratsam, Demulgatoren mit anderen Technologien wie Elektrokoaleszenz oder thermischer Behandlung zu kombinieren. Die langfristige Optimierung des Prozesses erfordert die Zusammenarbeit mit einem Lieferanten chemischer Additive, der technische Unterstützung, Analysen und Anpassungen der Rezepturen an die spezifischen Förderbedingungen bieten kann. Die Investition in hochwertige Demulgatoren und deren korrekte Dosierung amortisiert sich in der Regel innerhalb weniger Monate durch Einsparungen und eine Steigerung der Betriebseffizienz.

Prozessoptimierung und wirtschaftliche Vorteile für Förderunternehmen

Foto: Brad Weaver / Unsplash

Auswahl des richtigen Demulgators: Schlüsselfaktoren für eine effektive Separation

Die Auswahl eines geeigneten Demulgators hängt von mehreren kritischen Parametern ab, die bereits in der Testphase berücksichtigt werden müssen. Der erste Faktor ist die Zusammensetzung des Fördergemischs – der Gehalt an Wasser, Salzen, Feststoffpartikeln und die Art des Rohöls (leicht, schwer, paraffinisch) beeinflussen maßgeblich die Stabilität der Emulsion. So erfordern schwere Rohöle mit hohem Asphaltengehalt Demulgatoren mit einer stärkeren hydrophoben Komponente, während leichte Rohöle mit niedriger Viskosität besser auf schnell wirkende Tenside mit niedrigem Molekulargewicht ansprechen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Temperatur und der Druck in den Separationstanks. Bei Temperaturen unter 40 °C werden häufig Demulgatoren auf Basis von Blockcopolymeren eingesetzt, die ihre Wirksamkeit auch in kälterer Umgebung beibehalten. Bei hohen Temperaturen (über 80 °C) hingegen werden thermostabile Additive mit geringer Flüchtigkeit bevorzugt, um deren Verdampfung zu vermeiden. Wichtig ist auch, die Kompatibilität des Demulgators mit anderen im Prozess verwendeten chemischen Zusätzen, wie Korrosionsinhibitoren oder Bioziden, zu bewerten, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.

Laborprüfung von Demulgatoren: Methoden und Interpretation der Ergebnisse

Vor dem Einsatz eines Demulgators im Betrieb sind Laboruntersuchungen unerlässlich, die die realen Förderbedingungen simulieren. Die gängigste Methode ist der sogenannte „Bottle-Test“, bei dem eine Emulsionsprobe mit verschiedenen Demulgatorkonzentrationen gemischt wird und die Geschwindigkeit sowie die Qualität der Trennung der Wasser- und Ölphase beobachtet werden. Der Test wird bei Temperaturen durchgeführt, die den Betriebsbedingungen entsprechen, in der Regel im Bereich von 50–90 °C, und die Ergebnisse werden nach 30 Minuten bis 2 Stunden ausgewertet.

Zu den wichtigsten Leistungsindikatoren gehören das Volumen des abgetrennten Wassers, die Klarheit der Wasserphase (gemessen z. B. spektrofotometrisch) und der Restölgehalt im Wasser. Ein idealer Demulgator sollte innerhalb von 1 Stunde eine Trennung von mindestens 90 % des Wassers gewährleisten, wobei der Restölgehalt im Wasser 1.000 ppm nicht überschreiten sollte. Für eine genauere Bewertung wird häufig eine Kombination mit weiteren Methoden eingesetzt, wie z. B. die Messung der Oberflächenspannung oder die mikroskopische Analyse der Emulsionsstruktur nach der Anwendung des Additivs.

Sicherheit und Umweltaspekte beim Einsatz von Demulgatoren in der Förderindustrie

Der Einsatz von Demulgatoren in der Förderindustrie unterliegt strengen Sicherheits- und Umweltvorschriften, insbesondere den REACH- und CLP/GHS-Verordnungen. Vor dem Einsatz eines Additivs muss dessen REACH-Registrierung sowie die Verfügbarkeit eines Sicherheitsdatenblatts überprüft werden, das Informationen zu Toxizität, Ökotoxizität und korrekter Handhabung enthält. Die meisten modernen Demulgatoren sind so konzipiert, dass sie negative Auswirkungen auf die Umwelt minimieren, z. B. durch den Einsatz biologisch abbaubarer Tenside oder niedrigtoxischer Lösungsmittel.

Beim Umgang mit Demulgatoren sind die üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, wie das Tragen persönlicher Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille) und die Gewährleistung einer ausreichenden Belüftung. Im Falle eines Austritts in die Umwelt muss gemäß den Anweisungen im Sicherheitsdatenblatt vorgegangen werden, die in der Regel Neutralisation und Absorption der ausgelaufenen Substanzen umfassen. Wichtig ist auch die regelmäßige Überwachung der Qualität des abgetrennten Wassers, um die Grenzwerte für die Einleitung in Gewässer oder Grundwasser nicht zu überschreiten.

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Jeder Förderstandort hat seine spezifischen Anforderungen. Die GCG Group liefert ein breites Portfolio an Demulgator-Additiven und bietet technische Unterstützung einschließlich Probenanalyse und Empfehlungen für konkrete Anwendungen. Zu jedem Rohstoff erhalten Sie detaillierte technische Datenblätter und Sicherheitsdatenblätter gemäß REACH und CLP. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt den Katalog mit über 1 300 Produkten an.

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