Wie wir das Problem mit Staubbildung und Staubentwicklung bei der Verarbeitung von Trockenmörtelmischungen gelöst haben
Staubentwicklung bei der Handhabung von Trockenmörtelmischungen erhöht das Risiko von Kontamination, Materialverlust und gefährdet die Gesundheit der Mitarbeiter. Wie wir einem Hersteller geholfen haben, die Staubentwicklung um mehr als 80 % durch gezielte Additive und Prozessoptimierung zu reduzieren.
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Die Herstellung von Trockenmörtelmischungen ist ein Prozess, bei dem selbst kleine Details über die Qualität des Endprodukts entscheiden. Eines der häufigsten Probleme, mit denen Hersteller konfrontiert sind, ist die übermäßige Staubentwicklung beim Mischen, Verpacken oder Auftragen. Staub verschlechtert nicht nur das Arbeitsumfeld, sondern kann auch zu Verlusten wertvoller Rohstoffe, zur Kontamination benachbarter Anlagen oder sogar zur Verletzung von Hygienevorschriften führen. In diesem Artikel betrachten wir einen konkreten Fall, in dem wir einem Kunden halfen, die Ursachen der Staubentwicklung zu identifizieren und eine Lösung zu implementieren, die auf der richtigen Auswahl von Additiven und der Anpassung des technologischen Verfahrens basierte. Das Ergebnis war nicht nur eine deutlich geringere Staubentwicklung, sondern auch eine stabilere Qualität der Mischungen und eine Reduzierung der Wartungskosten für die Anlagen.
Problem mit Staubentwicklung und Staubbelastung: Wie wir es identifiziert haben
Die Herstellung von Trockenmörtelmischungen ist ein Prozess, bei dem hohe Effizienz auf anspruchsvolle Anforderungen an Qualität und Sicherheit trifft. In einem unserer Betriebe hatten wir mit übermäßiger Staubentwicklung und Staubbelastung zu kämpfen, die nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch den Produktionsprozess selbst erschwerten. Das Problem trat insbesondere beim Mischen, Dosieren und Verpacken der Mischungen auf, wenn eine erhebliche Menge feiner Partikel in die Luft freigesetzt wurde. Dies führte zu häufigerer Reinigung der Anlagen, erhöhtem Verbrauch von Filtersystemen und dem Risiko, die Grenzwerte für die Staubexposition der Mitarbeiter gemäß den REACH- und CLP-Vorschriften zu überschreiten.
Der erste Schritt zur Lösung bestand in einer detaillierten Analyse des Prozesses. Wir stellten fest, dass die Partikelgröße und -verteilung in den Rohstoffen, insbesondere in Füllstoffen wie Kalkhydrat oder Quarzsand, ein entscheidender Faktor ist. Feine Fraktionen unter 60 Mikrometern neigen dazu, sich leicht in die Luft freizusetzen, während gröbere Partikel stabiler bleiben. Darüber hinaus identifizierten wir, dass die Feuchtigkeit der Rohstoffe eine wesentliche Rolle spielt – selbst kleine Abweichungen vom optimalen Wert (in der Regel 0,1–0,3 %) können die Staubentwicklung deutlich erhöhen.
Auswahl geeigneter Additive zur Staubreduzierung
Nach der Identifizierung der Ursachen konzentrierten wir uns auf die Auswahl von Additiven, die helfen sollten, die Staubentwicklung zu reduzieren, ohne die Eigenschaften des Endprodukts negativ zu beeinflussen. In Betracht kamen vor allem staubbindende Zusätze auf Basis von Mineralölen, Fettsäureestern oder speziellen Polymeren. Diese Substanzen wirken nach dem Prinzip der Agglomeration feiner Partikel – sie bilden einen dünnen Film auf der Oberfläche der Partikel, der deren Zusammenhalt erhöht und die Tendenz zur Freisetzung in die Luft verringert.
Bei den Tests legten wir besonderen Wert auf die Kompatibilität mit der Rezeptur der Mörtelmischung. Beispielsweise sind Additive auf Mineralölbasis wirksam, können jedoch die Haftung des Mörtels am Untergrund beeinträchtigen oder die Hydratation des Zements verlangsamen. Daher haben wir eine Kombination aus niedrigviskosem Mineralöl und Fettsäureester gewählt, die ein optimales Gleichgewicht zwischen Staubreduzierung und Erhaltung der technischen Eigenschaften bietet. Die Dosierung lag im Bereich von 0,1–0,3 % der Mischungsmasse, was ausreicht, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
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Optimierung von Prozessparametern und technologische Anpassungen
Neben dem Einsatz von Additiven haben wir Anpassungen im eigentlichen Produktionsprozess vorgenommen. Ein entscheidender Schritt war die Einführung einer kontrollierten Befeuchtung der Rohstoffe vor dem Mischen. Durch die Zugabe einer kleinen Menge Wasser (0,2–0,5 % der Masse) zur Mischung erreichten wir eine bessere Agglomeration der Partikel, ohne dass es zu einer vorzeitigen Hydratation des Zements kam. Dieser Schritt wurde mithilfe eines präzisen Dosiergeräts durchgeführt, das eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit im gesamten Mischvolumen sicherstellte.
Eine weitere Anpassung bestand in der Reduzierung der Mischgeschwindigkeit und der Dosierung der Rohstoffe. Hohe Rührgeschwindigkeiten führten zu übermäßigem Aufwirbeln feiner Partikel, was die Staubentwicklung erhöhte. Nach einer Reduzierung der Drehzahl um 20–30 % stellten wir eine deutliche Verbesserung fest. Gleichzeitig optimierten wir die Filtersysteme im Betrieb – wir erhöhten die Filterkapazität und führten regelmäßige Wartungsarbeiten ein, um ein Verstopfen der Filter und den anschließenden Austritt von Staub in den Raum zu verhindern.
Ergebnisse und langfristige Vorteile der Lösung
Nach der Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen reduzierte sich die Staubentwicklung im Betrieb um mehr als 70 %, was die Arbeitsbedingungen deutlich verbesserte und den Wartungsaufwand der Anlagen verringerte. Kontrollmessungen zeigten, dass die Staubkonzentration in der Luft unter die von den Vorschriften festgelegten Hygienegrenzwerte sank, wodurch das Risiko einer Exposition der Mitarbeiter eliminiert wurde. Gleichzeitig stieg die Produktionseffizienz – die Häufigkeit von Stillständen aufgrund von Reinigungs- und Filterwechselarbeiten verringerte sich, was zu Zeit- und Kosteneinsparungen führte.
Langfristig haben wir weitere Vorteile erzielt. Ein stabilerer Misch- und Dosierprozess führte zu einer gleichmäßigeren Qualität der fertigen Mörtelmischungen, was besonders von Kunden aus der Bauindustrie geschätzt wurde. Die verwendeten Additive beeinflussten zudem nicht die mechanischen Eigenschaften des Mörtels, wie Druckfestigkeit oder Haftfähigkeit, was durch standardisierte Prüfverfahren bestätigt wurde. Dieses Beispiel zeigt, wie ein systematischer Ansatz zur Lösung betrieblicher Probleme umfassende Verbesserungen über die gesamte Produktionskette hinweg bringen kann.
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Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur auf die Wirksamkeit von Staubbindemitteln
Bei der Reduzierung von Staub in trockenen Mörtelmischungen spielt nicht nur die Auswahl des richtigen Additivs eine Schlüsselrolle, sondern auch die Kontrolle der Umgebungsbedingungen während der Verarbeitung. Feuchtigkeit und Temperatur im Betrieb können die Wirksamkeit von staubmindernden Zusätzen, insbesondere solchen auf Basis von Mineralölen oder Polymeren, erheblich beeinflussen. Die ideale relative Luftfeuchtigkeit liegt im Bereich von 40–60 %, wobei niedrigere Werte zu einer übermäßigen Verdunstung flüchtiger Bestandteile des Additivs führen können, während höhere Feuchtigkeit die Agglomeration von Partikeln verursacht und die Dispergierbarkeit der Mischung verschlechtert.
Die Temperatur im Betrieb sollte im Bereich von 15–25 °C gehalten werden, um eine Degradation des Additivs oder eine Änderung seiner Viskosität zu vermeiden. Beispielsweise kann bei Additiven auf Polyglykolbasis eine Temperatur über 30 °C zu einer Verringerung ihrer Klebrigkeit und damit ihrer Wirksamkeit führen. Es wird daher empfohlen, das Mikroklima im Betrieb mithilfe von Datenloggern zu überwachen und gegebenenfalls die Belüftung oder Heizung anzupassen. In der Praxis hat sich auch das Vorwärmen der Rohstoffe auf eine stabile Temperatur vor dem Mischen bewährt, was eine konsistente Verteilung des Additivs in der gesamten Mischung gewährleistet.
Praktische Erfahrungen mit der Dosierung und Mischung von Additiven
Die Dosierung von staubmindernden Additiven erfordert einen präzisen Ansatz, da selbst kleine Abweichungen zu unzureichender Wirkung oder im Gegenteil zu übermäßiger Klebrigkeit der Mischung führen können. In unserem Fall haben wir Dosierungen im Bereich von 0,1–0,5 % der Mischungsmasse getestet, wobei die optimale Menge je nach Additivtyp und Zusammensetzung der Mörtelmischung variierte. Für Additive auf Mineralölbasis lag die ideale Dosierung bei etwa 0,2 %, während sich bei polymeren Zusätzen 0,3–0,4 % bewährten.
Ein entscheidender Faktor ist auch die Art der Anwendung des Additivs. Als effektivste Methode hat sich das Aufsprühen des Additivs während des Mischens in einer Drehtrommel oder einem kontinuierlichen Mischer erwiesen, wo es zu einer gleichmäßigen Umhüllung der Partikel kommt. Bei diskontinuierlichen Prozessen ist es notwendig, eine ausreichende Mischdauer (mindestens 3–5 Minuten) sicherzustellen und die Homogenität der Mischung visuell oder mit Hilfe von Standardprüfmethoden zu kontrollieren. In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, das Additiv vorher mit einem geeigneten Lösungsmittel zu verdünnen, um dessen Verteilung zu verbessern.
Langzeitstabilität und Kompatibilität mit weiteren Zusatzstoffen
Bei der Einführung von staubmindernden Additiven in den Produktionsprozess ist es unerlässlich, deren Kompatibilität mit den anderen Bestandteilen der Mörtelmischung zu überprüfen, insbesondere mit Erstarrungsbeschleunigern, Weichmachern oder hydrophobierenden Zusatzstoffen. Einige Additive können die Reaktivität des Zements negativ beeinflussen oder die Hydratation verlangsamen, was zu einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften des Endprodukts führt. In unserem Fall haben wir daher Langzeittests zur Stabilität von Mischungen mit verschiedenen Additivkombinationen durchgeführt, einschließlich Druckfestigkeitsprüfungen und Tests zur Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Lagerfähigkeit von Mischungen mit staubmindernden Additiven. Einige Additive auf Basis organischer Substanzen können mit der Zeit abbauen oder an Wirksamkeit verlieren, insbesondere bei Lagerung unter ungünstigen Bedingungen (hohe Temperatur, direkte Sonneneinstrahlung). Es wird daher empfohlen, regelmäßige Qualitätskontrollen der gelagerten Mischungen durchzuführen und die empfohlene Lagerdauer einzuhalten. In der Praxis hat sich der Einsatz von Additiven mit REACH-Zertifizierung und nachgewiesener Stabilität bewährt, die eine gleichbleibende Leistung über die gesamte Lebensdauer des Produkts gewährleisten.
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