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Wie wir das Korrosionsproblem bei Metallteilen in industriellen Reinigungsanlagen gelöst haben: Ein praktisches Vorgehen
Aus der Praxis 7. 8. 2026 Redakce GCG Chemicals

Wie wir das Korrosionsproblem bei Metallteilen in industriellen Reinigungsanlagen gelöst haben: Ein praktisches Vorgehen

Korrosion von Metallteilen in Reinigungsanlagen kann zu ernsthaften Betriebsstörungen und erhöhten Wartungskosten führen. Wie haben wir die Ursache identifiziert und die Zusammensetzung des Reinigungsmittels für einen langfristigen Oberflächenschutz angepasst?

Wie wir das Problem der Korrosion von Metallteilen in industriellen Waschanlagen gelöst haben: Praktisches Vorgehen

Foto: Patrick Hendry / Unsplash

In einem unserer Projekte hatten wir wiederholt Beschwerden eines Kunden über Korrosion an Metallteilen nach dem Durchlauf durch eine industrielle Waschanlage. Das Problem trat insbesondere bei Teilen aus Kohlenstoffstahl und Gusseisen auf, bei denen bereits nach einigen Reinigungszyklen sichtbare Oberflächenangriffe zu beobachten waren. Nach der Analyse der Betriebsbedingungen und der Zusammensetzung des verwendeten Reinigungsmittels stellten wir fest, dass der entscheidende Faktor nicht nur die Aggressivität des Reinigungsmittels selbst war, sondern auch die ungünstige Kombination aus pH-Wert, Temperatur und der Anwesenheit von Chloriden. Wie sind wir bei der Suche nach einer Lösung vorgegangen und welche Anpassungen haben wir erreicht?

Problem: Korrosionsschäden in industriellen Waschanlagen

Korrosionsschäden an metallischen Bauteilen in industriellen Reinigungsanlagen stellen ein häufiges und kostspieliges Problem dar, das zu vorzeitigem Geräteausfall, erhöhten Wartungskosten und sogar zu einer Gefährdung der Betriebssicherheit führen kann. In unserem Fall hatte ein Kunde aus der Automobilindustrie mit erheblicher Korrosion an Edelstahlteilen nach nur sechs Monaten Nutzung einer neuen Reinigungsanlage zu kämpfen. Die Analyse zeigte, dass die Ursache nicht nur in der Materialqualität lag, sondern vor allem in der chemischen Zusammensetzung des verwendeten Reinigungsmittels und den Betriebsbedingungen.

Korrosionsprozesse in Reinigungsanlagen werden in der Regel durch eine Kombination mehrerer Faktoren beschleunigt: hohe Temperaturen (häufig 60–80 °C), das Vorhandensein von Chloriden, ein niedriger pH-Wert der Lösung und mechanische Beanspruchung. In diesem konkreten Fall enthielt das Reinigungsmittel aggressive anorganische Säuren und hohe Konzentrationen an Chloridionen, die die Passivierungsschicht auf der Oberfläche des Edelstahls angriffen. Ein wichtiger Befund war auch das unzureichende Spülen, das zur Ablagerung von Reinigungsmittelresten auf den Metalloberflächen führte.

Diagnose: Wie wir die Ursachen des Korrosionsangriffs identifiziert haben

Der erste Schritt zur Lösung des Problems war eine umfassende Diagnose, die die Analyse der Betriebsbedingungen, der chemischen Zusammensetzung des Reinigungsmittels und des Zustands der beschädigten Bauteile umfasste. Wir führten eine visuelle Kontrolle der Korrosionsprodukte und eine mikroskopische Analyse der Oberfläche durch, die typische Anzeichen von Lochkorrosion (Pitting Corrosion) – kleine, aber tiefe Krater im Material – aufzeigte. Laboruntersuchungen bestätigten einen hohen Chloridgehalt in der Reinigungslösung, der die empfohlenen Grenzwerte für Edelstahl überschritt.

Darüber hinaus haben wir den gesamten Reinigungsprozess kartiert, einschließlich Temperaturprofilen, Expositionszeiten und der Qualität des Spülwassers. Wir stellten fest, dass das Spülwasser Rückstände des Reinigungsmittels enthielt und einen niedrigen pH-Wert aufwies, was die Kontaktzeit aggressiver Substanzen mit der Metalloberfläche verlängerte. Um den Einfluss einzelner Faktoren zu überprüfen, führten wir eine Reihe von Korrosionstests nach standardisierten Prüfmethoden durch, die die realen Betriebsbedingungen simulierten. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass das Hauptproblem die Kombination aus hoher Temperatur, Chloriden und unzureichender Spülung war.

Diagnostik: Wie wir die Ursachen des Korrosionsangriffs identifiziert haben

Foto: Ricardo Gomez Angel / Unsplash

Lösung: Optimierung der chemischen Zusammensetzung und der Betriebsparameter

Basierend auf den diagnostischen Ergebnissen haben wir eine umfassende Lösung vorgeschlagen, die die Anpassung der chemischen Zusammensetzung des Reinigungsmittels und die Optimierung der Betriebsparameter umfasste. Der erste Schritt bestand darin, aggressive anorganische Säuren durch weniger korrosive organische Säuren und Tenside mit inhibierenden Eigenschaften zu ersetzen. Darüber hinaus haben wir die Chloridkonzentration unter den kritischen Grenzwert für Edelstahl gesenkt und Korrosionsinhibitoren hinzugefügt, die eine Schutzschicht auf der Metalloberfläche bilden.

Die betrieblichen Anpassungen umfassten die Senkung der Waschtemperatur von 80 °C auf 60 °C, wodurch die Korrosionsreaktionen deutlich verlangsamt wurden, ohne die Reinigungswirkung negativ zu beeinflussen. Weiterhin haben wir die Spüldauer verlängert und eine Qualitätskontrolle des Spülwassers eingeführt, um die Ablagerung von Reinigungsmittelrückständen zu minimieren. Um einen langfristigen Schutz zu gewährleisten, haben wir die regelmäßige Überwachung des pH-Werts und der Leitfähigkeit der Waschlösung empfohlen, was eine frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme ermöglicht.

Ergebnisse und Empfehlungen zur Vermeidung von Korrosionsschäden

Nach der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen kam die Korrosion der Metallteile in der Waschanlage vollständig zum Stillstand. Kontrollmessungen nach drei und sechs Monaten Betrieb bestätigten, dass die Oberfläche des Edelstahls unbeschädigt blieb und die Passivierungsschicht erhalten wurde. Darüber hinaus verzeichnete der Kunde eine Reduzierung des Reinigungsmittelverbrauchs um 15 % dank der Optimierung der Konzentration und Temperatur, was zusätzliche Einsparungen brachte.

Um Korrosionsschäden in industriellen Reinigungsanlagen vorzubeugen, empfehlen wir die Einhaltung einiger wichtiger Grundsätze: Überprüfen Sie regelmäßig die chemische Zusammensetzung der Reinigungsmittel hinsichtlich des Chloridgehalts und des pH-Werts, halten Sie das optimale Temperaturregime ein und sorgen Sie für gründliches Nachspülen. Wichtig ist auch die Auswahl von Reinigungsmitteln mit Inhibitoradditiven sowie die Überwachung der Qualität des Spülwassers. Im Zweifelsfall ist es ratsam, Korrosionstests nach Standardmethoden durchzuführen, die helfen, Risikofaktoren zu identifizieren und kostspielige Reparaturen zu vermeiden.

Ergebnisse und Empfehlungen zur Vermeidung von Korrosionsschäden

Foto: American Public Power Association / Unsplash

Auswahl geeigneter Korrosionsinhibitoren für spezifische metallische Werkstoffe

Korrosionsprozesse in industriellen Reinigungsanlagen erfordern oft einen individuellen Ansatz, da verschiedene metallische Werkstoffe unterschiedlich auf die chemische Zusammensetzung der Reinigungslösungen reagieren. Beispielsweise ist Kohlenstoffstahl anfällig für gleichmäßige Korrosion, während Edelstahl in Gegenwart von Chloriden unter Lochkorrosion leiden kann. Bei der Lösung des Problems haben wir daher zunächst eine Analyse der Materialzusammensetzung der betroffenen Bauteile durchgeführt und anschließend geeignete Korrosionsinhibitoren ausgewählt. Für Kohlenstoffstahl haben sich organische Inhibitoren auf Basis von Aminen oder Phosphonaten bewährt, die eine Schutzschicht auf der Metalloberfläche bilden. Bei Edelstahl haben wir uns auf Inhibitoren mit Stickstoff oder Schwefel konzentriert, die aktive Stellen, die anfällig für Lochkorrosion sind, effektiv blockieren.

Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Inhibitoren ist auch deren Kompatibilität mit den anderen Bestandteilen der Reinigungsmittel. Beispielsweise kann ein stark alkalisches Milieu die Wirksamkeit einiger Inhibitoren verringern, während das Vorhandensein von Chelatbildnern deren Wirkung sogar unterstützen kann. In unserem Fall haben wir verschiedene Kombinationen von Inhibitoren mit Tensiden und Komplexbildnern getestet, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Reinigungswirkung und Korrosionsschutz zu erreichen. Das Ergebnis war eine Formulierung, die nicht nur effektiv Verunreinigungen entfernte, sondern auch die Lebensdauer der metallischen Bauteile um mehr als 50 % verlängerte.

Optimierung der Betriebsparameter von Reinigungsprozessen

Neben der chemischen Zusammensetzung der Reinigungsmittel spielen auch die Betriebsparameter wie Temperatur, Einwirkzeit und mechanische Einwirkung eine entscheidende Rolle. Hohe Temperaturen erhöhen zwar die Reinigungswirkung, beschleunigen jedoch gleichzeitig die Korrosionsprozesse, insbesondere bei Metallen, die temperaturempfindlich sind. In unserem Fall haben wir festgestellt, dass eine Senkung der Temperatur der Reinigungslösung von 80 °C auf 60 °C zu einer deutlichen Reduzierung der Korrosion führte, ohne dass die Reinigungsleistung nachließ. Dieser Schritt war möglich durch die Optimierung der Konzentration von Tensiden und alkalischen Bestandteilen, die die niedrigere Temperatur kompensierten.

Ein weiterer kritischer Faktor war die Expositionsdauer der Metallteile in der Reinigungslösung. Längerer Kontakt mit aggressiven Chemikalien erhöht das Risiko von Korrosionsangriffen, insbesondere bei Bauteilen mit komplexer Geometrie, wo es zur Ansammlung der Lösung in Vertiefungen kommt. Die Lösung bestand in der Einführung präzise zeitgesteuerter Reinigungszyklen und der Anpassung der Konstruktion der Reinigungsdüsen für einen besseren Abfluss der Lösung. Eine wichtige Rolle spielte auch die regelmäßige Überwachung des pH-Werts und der Leitfähigkeit der Reinigungslösung, die eine rechtzeitige Korrektur der Konzentration von Inhibitoren und anderen aktiven Komponenten ermöglichte.

Überwachung und Wartung als Schlüssel zum langfristigen Schutz

Auch nach der Einführung optimierter Reinigungsmittel und Betriebsparameter ist es unerlässlich, den Zustand der Metallteile und die Qualität der Reinigungslösung regelmäßig zu überwachen. In unserem Fall haben wir ein System regelmäßiger Kontrollen implementiert, das die visuelle Inspektion der Bauteile, die Messung der Wandstärke der Metalle mittels zerstörungsfreier Methoden und die Analyse der chemischen Zusammensetzung der Reinigungslösung umfasste. Diese Kontrollen ermöglichten es, eventuelle Abweichungen frühzeitig zu erkennen und so umfangreichere Korrosionsschäden zu vermeiden.

Ein wichtiger Bestandteil der Wartung war auch die Schulung des Bedienpersonals der Reinigungsanlagen. Das Personal wurde in der korrekten Dosierung der Reinigungsmittel, der Interpretation der Messergebnisse von pH-Wert und Leitfähigkeit sowie der Erkennung erster Anzeichen von Korrosionsangriffen geschult. Die Einführung standardisierter Verfahren für die Wartung und Reinigung der Reinigungsanlagen minimierte zudem das Risiko einer Kontamination der Reinigungslösung durch Rückstände von Verunreinigungen oder vorherigen Chemikalien, die die Wirksamkeit der Korrosionsinhibitoren beeinträchtigen könnten. Dank dieser Maßnahmen gelang es, die Korrosionsschäden auf einem minimalen Niveau zu halten und die Intervalle zwischen dem Austausch kritischer Bauteile deutlich zu verlängern.

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Jede industrielle Anwendung erfordert einen individuellen Ansatz. Die GCG Group stellt zu jedem chemischen Rohstoff detaillierte technische und Sicherheitsdatenblätter bereit, und unsere Experten helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Lösung für Ihre spezifischen Anforderungen – sei es Korrosionsschutz, pH-Wert-Einstellung oder die Auswahl geeigneter Inhibitoren. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt unseren Katalog mit über 1 300 Produkten an.

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