Wartung von Kühlschmierstoffen: Schritt-für-Schritt-A
So bereiten Sie Kühlschmierstoffe richtig vor und pflegen sie für längere Werkzeuglebensdauer und hochwertige Bearbeitung.
Foto: Zoshua Colah / Unsplash
Kühlschmierstoffe spielen eine Schlüsselrolle im Metallbearbeitungsprozess – sie reduzieren die Reibung, führen Wärme ab, schützen die Werkzeuge vor Verschleiß und sorgen für eine glatte Oberfläche der Werkstücke. Eine falsche Zubereitung oder vernachlässigte Wartung kann jedoch zu vorzeitigem Werkzeugverschleiß, Maschinenkorrosion, Gesundheitsrisiken für das Bedienpersonal oder einer Verschlechterung der Produktionsqualität führen. Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie das Konzentrat vorbereiten, dessen Parameter kontrollieren und den Kühlschmierstoff während seiner gesamten Lebensdauer in optimalem Zustand halten. Wir konzentrieren uns auf praktische Verfahren, die unter normalen Produktionsbedingungen angewendet werden können, und weisen auf die häufigsten Fehler hin, die es zu vermeiden gilt.
1. Auswahl des richtigen Kühlschmierstoffs: Die Grundlage für den Erfolg
Die Auswahl eines geeigneten Bearbeitungsfluids ist der erste und entscheidende Schritt für eine effiziente und problemlose Metallbearbeitung. Die Fluide werden in mehrere grundlegende Kategorien unterteilt: Emulsionen (mit Wasser verdünnbare Konzentrate), synthetische Flüssigkeiten (ohne Mineralöle) und reine Öle (unverdünnte Öle). Die Wahl hängt von der Art des Bearbeitungsvorgangs, dem Werkstückmaterial und den Anforderungen an Kühlung, Schmierung und Spanabfuhr ab. Beispielsweise eignen sich für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung von Aluminium synthetische Flüssigkeiten mit niedriger Viskosität, während für das schwere Drehen von Stahl häufiger Emulsionen mit höherem Schmierstoffgehalt verwendet werden.
Wichtig ist auch die Kompatibilität des Fluids mit den Materialien der Maschine und der Werkzeuge zu berücksichtigen. Einige Fluide können Korrosion oder die Degradation von Dichtungen verursachen, insbesondere wenn sie aggressive Additive enthalten. Vor der Auswahl ist es ratsam, die technischen Datenblätter der Hersteller zu konsultieren und zu überprüfen, ob das Fluid die Anforderungen an den Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt (z. B. REACH-Registrierung und Klassifizierung nach CLP/GHS). Die Investition in ein hochwertiges Fluid lohnt sich – es reduziert den Werkzeugverschleiß, verbessert die Oberflächenqualität und verlängert die Lebensdauer des gesamten Systems.
2. Herstellung der Emulsion: Richtiges Verdünnen und Mischen
Die Herstellung einer Emulsion erfordert Sorgfalt, da eine falsche Verdünnung zu Instabilität, verminderter Wirksamkeit oder sogar mikrobieller Kontamination führen kann. Halten Sie stets das vom Hersteller empfohlene Verdünnungsverhältnis ein, das je nach Anwendung normalerweise zwischen 3 % und 10 % Konzentrat liegt. Verwenden Sie für eine präzise Dosierung Messbehälter oder automatische Dosiergeräte, schätzen Sie niemals „nach Augenmaß“. Das Wasser sollte weich oder mittelhart sein (ideal bis 15 °dH), da hartes Wasser Ablagerungen verursachen und die Wirksamkeit der Emulgatoren verringern kann.
Das Mischen sollte schrittweise erfolgen: Füllen Sie zunächst den Behälter mit der erforderlichen Wassermenge und geben Sie dann unter ständigem Rühren das Konzentrat hinzu. Verwenden Sie einen mechanischen Rührer oder eine Pumpenzirkulation, um eine gleichmäßige Verteilung des Konzentrats sicherzustellen. Messen Sie nach der Zubereitung die Konzentration mit einem Refraktometer – der Wert sollte dem empfohlenen Bereich entsprechen. Eine zu niedrige Konzentration führt zu unzureichender Schmierung und Korrosion, während eine zu hohe Konzentration zu Schaumbildung führen und die Kosten erhöhen kann.
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3. Wartung der Bearbeitungsflüssigkeit: Kontrolle und Vorbeugung von Problemen
Regelmäßige Wartung der Bearbeitungsflüssigkeit ist unerlässlich, um ihre langfristige Stabilität und Leistung sicherzustellen. Grundlage ist die tägliche Kontrolle der Schlüsselparameter: pH-Wert, Konzentration, Temperatur und Reinheit. Der pH-Wert sollte im Bereich von 8,5–9,5 liegen – ein zu niedriger pH-Wert fördert das Bakterienwachstum, während ein zu hoher die Haut des Bedienpersonals reizen kann. Messen Sie die Konzentration mindestens 2–3 Mal pro Woche mit einem Refraktometer und füllen Sie bei Bedarf Konzentrat oder Wasser nach. Die Temperatur der Flüssigkeit sollte 35 °C nicht überschreiten, da es sonst zu beschleunigter Verdunstung und zum Abbau von Additiven kommt.
Ebenso wichtig sind die Filtration und die Entfernung von Metallspänen, Ölverunreinigungen und anderen mechanischen Verunreinigungen. Verwenden Sie je nach Art der Verschmutzung Magnetabscheider, Filternetze oder Zentrifugen. Das mikrobielle Wachstum (Bakterien, Schimmelpilze) lässt sich durch die Zugabe von Bioziden in empfohlenen Dosierungen und regelmäßige Reinigung des Tanks begrenzen. Bei einem Wechsel der Flüssigkeit reinigen Sie das gesamte System gründlich, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden und die optimale Leistung der neuen Füllung sicherzustellen.
4. Lösung häufiger Probleme: Von Schaumbildung bis Korrosion
Auch bei sorgfältiger Wartung können Probleme auftreten, die die Leistung der Bearbeitungsflüssigkeit beeinträchtigen. Schaumbildung ist ein häufiges Phänomen, das durch zu hohe Konzentration, schlechte Wasserqualität oder Kontamination mit Schmiermitteln aus Hydrauliksystemen verursacht wird. Die Lösung besteht darin, die Konzentration zu reduzieren, ein Entschäumungsmittel hinzuzufügen oder die Filtration zu verbessern. Wenn die Flüssigkeit unangenehm riecht oder sich verfärbt, ist sie wahrscheinlich mit Mikroorganismen kontaminiert – in diesem Fall sollten Sie ein Biozid hinzufügen und die Häufigkeit der pH- und Konzentrationskontrollen erhöhen.
Korrosion an Werkstücken oder Maschinenkomponenten kann auf einen niedrigen pH-Wert, eine unzureichende Konzentration von Korrosionsinhibitoren oder das Vorhandensein von Chloriden im Wasser hinweisen. Überprüfen Sie die Parameter der Flüssigkeit und fügen Sie bei Bedarf Korrosionsinhibitoren hinzu oder tauschen Sie das Wasser gegen weicheres aus. Wenn sich auf der Oberfläche der Flüssigkeit ein Ölfilm bildet, verwenden Sie einen Skimmer oder Separator, um diesen zu entfernen. Beheben Sie Probleme stets so schnell wie möglich – Vernachlässigung kann zu Werkzeugschäden, verminderter Bearbeitungsqualität und erhöhten Wartungskosten führen.
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Optimierung der Konzentration von Bearbeitungsflüssigkeiten für verschiedene Arbeitsgänge
Die Konzentration der Bearbeitungsflüssigkeit hat einen direkten Einfluss auf die Effizienz der Bearbeitung, die Lebensdauer der Werkzeuge und die Qualität der Werkstückoberfläche. Für Schruppbearbeitungen wie Drehen oder Fräsen mit hohem Materialabtrag wird eine höhere Emulsionskonzentration empfohlen, normalerweise im Bereich von 8–12 %. Ein höherer Gehalt an Wirkstoffen gewährleistet eine bessere Schmierung und Wärmeabfuhr, was den Werkzeugverschleiß und das Risiko einer thermischen Beschädigung des Werkstücks verringert. Für Feinbearbeitungen, bei denen Präzision und Oberflächenqualität Priorität haben, reicht dagegen eine Konzentration von 5–7 % aus. Eine zu hohe Konzentration könnte hier zu übermäßiger Schaumbildung oder fettigen Rückständen auf dem Werkstück führen.
Bei der Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien wie Titanlegierungen oder nichtrostenden Stählen ist es ratsam, die Konzentration um 1–2 % gegenüber den Standardwerten zu erhöhen. Halten Sie jedoch stets die Empfehlungen des Flüssigkeitsherstellers ein und überprüfen Sie regelmäßig die Konzentration mit einem Refraktometer. Bei synthetischen Flüssigkeiten, die keine Mineralöle enthalten, ist auf die genaue Einhaltung der Konzentration zu achten, da ihre Wirksamkeit stark vom richtigen Verhältnis von Wasser und Wirkstoffen abhängt. Denken Sie daran, dass bereits eine kleine Abweichung in der Konzentration die Bearbeitungsergebnisse erheblich beeinflussen kann.
Überwachung und Anpassung des pH-Werts: Der Schlüssel zu Stabilität und Sicherheit
Der pH-Wert der Bearbeitungsflüssigkeit ist ein kritischer Parameter, der sowohl ihre Leistungsfähigkeit als auch die Sicherheit für das Bedienpersonal und die Lebensdauer der Maschinenausrüstung beeinflusst. Der ideale pH-Bereich für die meisten Emulsionen liegt zwischen 8,5 und 9,5. Ein zu niedriger pH-Wert (unter 8) erhöht das Risiko von Korrosion an Maschinenkomponenten und Werkzeugen, während ein zu hoher pH-Wert (über 10) Hautreizungen beim Bedienpersonal und die Degradation bestimmter Dichtungen oder Beschichtungen verursachen kann. Die regelmäßige Kontrolle des pH-Werts sollte mindestens einmal pro Woche mit einem pH-Meter oder Teststreifen durchgeführt werden.
Falls der pH-Wert sinkt, kann er durch Zugabe eines Alkalisierungsmittels korrigiert werden, das normalerweise im Lieferumfang der Flüssigkeit enthalten ist. Bei einem Anstieg des pH-Werts werden dagegen saure Regulatoren verwendet. Wichtig ist, diese Substanzen schrittweise zuzugeben und die Flüssigkeit nach jeder Dosierung mehrere Stunden zirkulieren zu lassen, damit sich der Wert stabilisiert. Verwenden Sie niemals starke Säuren oder Laugen, die die Emulsion beschädigen oder ein chemisches Ungleichgewicht verursachen könnten. Bei starken pH-Schwankungen ist es ratsam, eine Laboranalyse durchzuführen, um die Ursache des Problems zu ermitteln, z. B. eine Kontamination durch Fremdstoffe oder mikrobielle Aktivität.
Filtration und Entfernung von Verunreinigungen: Verlängerung der Lebensdauer der Flüssigkeit
Eine effektive Filtration der Bearbeitungsflüssigkeit ist unerlässlich, um ihre Reinheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten. Während der Bearbeitung gelangen Metallspäne, Staub, Öle aus Hydrauliksystemen und andere Verunreinigungen in die Flüssigkeit, die zu Werkzeugverschleiß, Verstopfung der Düsen oder mikrobiellem Wachstum führen können. Zur groben Entfernung fester Partikel werden Magnetabscheider eingesetzt, die Metallspäne auffangen, sowie Sedimentationsbehälter, in denen sich schwerere Partikel am Boden absetzen. Für eine feinere Filtration eignen sich Band- oder Trommelfilter mit einem Filtermedium mit einer Porengröße von 20–50 Mikrometern.
Bei hochpräzisen Bearbeitungsvorgängen wie Schleifen oder Honen wird empfohlen, Filtrationssysteme mit einem noch feineren Filtrationsgrad, z. B. 5–10 Mikrometern, zu verwenden. Neben der mechanischen Filtration ist es wichtig, regelmäßig schwimmende Verunreinigungen wie Öle oder Schäume mithilfe von Skimmern oder Ölseparatoren zu entfernen. Diese Systeme helfen, die Flüssigkeit sauber zu halten und das Risiko von Bakterien- und Schimmelbildung zu verringern. Die regelmäßige Wartung der Filtrationssysteme, einschließlich der Reinigung oder des Austauschs der Filtermedien, ist entscheidend für ihre langfristige Wirksamkeit und zur Vermeidung kostspieliger Störungen.
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