
Chemische Rohstoffe richtig lagern: 5 Grundsätze aus der Praxis
Temperatur, unverträgliche Stoffe, FIFO, Kennzeichnung und schonende Handhabung. Fünf praxiserprobte Grundsätze, die Ihre Rohstoffe, Ihre Mitarbeiter und Ihr Budget schützen.
Ein richtig organisiertes Lager ist die Grundlage für den sicheren Umgang mit chemischen Rohstoffen
Chemische Rohstoffe bilden die Grundlage der Produktion in Dutzenden von Branchen – von Reinigungsmitteln über Kosmetik bis hin zum Bauwesen. Ihre Lagerung unterliegt jedoch eigenen Regeln, deren Unterschätzung zu einer Beeinträchtigung des Materials, zu Bußgeldern bei Kontrollen oder im schlimmsten Fall zu einer Gefährdung der Gesundheit der Mitarbeiter führen kann. Wir haben fünf Grundsätze zusammengestellt, die sich in unserer Praxis bewährt haben.
1. Temperatur und Luftfeuchtigkeit unter Kontrolle
Die meisten Tenside, Polyole und anderen flüssigen Rohstoffe erfordern eine Lagerung im Bereich von 5–35 °C. Bei niedrigeren Temperaturen besteht die Gefahr der Kristallisation oder Entmischung von Emulsionen, höhere Temperaturen beschleunigen dagegen den Abbau. Hygroskopische Materialien (z. B. pulverförmige Sulfate) reagieren zudem empfindlich auf Feuchtigkeit – bewahren Sie sie stets in der fest verschlossenen Originalverpackung auf.
2. Getrennte Lagerung unverträglicher Stoffe
Säuren gehören niemals neben Laugen, Oxidationsmittel niemals neben brennbare Stoffe. Grundlage ist ein Lagerplan auf Basis der Sicherheitsdatenblätter (SDB) – für jeden Rohstoff in unserem Katalog liegt ein solches vor. Für kleinere Betriebe haben sich Auffangwannen mit chemisch beständiger Beschichtung bewährt, die gleichzeitig eventuelle Leckagen auffangen.
Regelmäßige Qualitätskontrolle verlängert die Verwendbarkeit gelagerter Rohstoffe
3. Haltbarkeit im Blick behalten – FIFO
Selbst stabile Rohstoffe haben eine begrenzte Haltbarkeit, typischerweise 12–36 Monate. Führen Sie ein FIFO-System (first in, first out) ein und kennzeichnen Sie jede Charge mit dem Eingangsdatum. Bei älteren Chargen empfehlen wir vor der Verwendung eine Laborkontrolle von Aussehen, pH-Wert und Wirkstoffgehalt.
4. Kennzeichnung und Notfallbereitschaft
Jede Verpackung muss ein Etikett mit der Identifikation des Stoffes und den CLP-Gefahrenpiktogrammen tragen. Zum Lager sollte ein Notfallset (Sorbentien, Schutzausrüstung) gehören, und alle Mitarbeiter sollten das Vorgehen im Falle eines Austritts kennen.
Schonende Handhabung verringert das Risiko beschädigter Verpackungen und austretender Stoffe
5. Schonende Handhabung
Die häufigste Ursache für den Austritt von Chemikalien ist nicht Korrosion, sondern eine bei der Handhabung beschädigte Verpackung. Verwenden Sie unbeschädigte Paletten, sichern Sie IBC-Container gegen Verrutschen und statten Sie Gabelstapler mit einem Schutz gegen das Durchstechen der Verpackungen aus.
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Zu jedem Rohstoff aus unserem Katalog liefern wir eine vollständige Dokumentation einschließlich Sicherheitsdatenblatt und technischem Merkblatt und beraten Sie gerne zu den konkreten Lagerbedingungen. Kontaktieren Sie uns – oder durchstöbern Sie direkt unseren Katalog mit über 1.300 Produkten.