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Nachhaltige Klebstoffe: Ökologie ohne
Nachhaltigkeit 20. 7. 2026 Redakce GCG Chemicals

Nachhaltige Klebstoffe: Ökologie ohne

Wie reduziert man den CO₂-Fußabdruck von Industrieklebern? Biobasierte und wasserlösliche Alternativen schonen Ressourcen.

Nachhaltige Klebstoffe und Dichtstoffe: Wie Sie den CO₂-Fußabdruck reduzieren, ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen

Foto: Logan Voss / Unsplash

Industrieklebstoffe und -dichtstoffe sind unverzichtbar für die Herstellung von Automobilen bis hin zu Elektronik, doch ihre Produktion und Anwendung belasten häufig die Umwelt. Traditionelle Produkte auf Basis von Erdölderivaten bieten zwar eine hohe Leistung, jedoch führen ihr CO₂-Fußabdruck und ihre Toxizität zu einem Druck auf Veränderungen. Glücklicherweise entstehen innovative Lösungen – von biobasierten Rohstoffen bis hin zu wasserverdünnbaren Systemen –, die es ermöglichen, die technischen Parameter bei gleichzeitiger Minimierung der ökologischen Auswirkungen beizubehalten. Wie funktionieren diese Alternativen, und was bedeuten sie für die Produktionsprozesse?

Warum ist Nachhaltigkeit bei Klebstoffen und Dichtstoffen entscheidend?

Klebstoffe und Dichtstoffe zählen zu den unauffälligen, aber unverzichtbaren Komponenten in der industriellen Produktion, im Bauwesen und bei Konsumgütern. Ihre Herstellung und Anwendung stellen jedoch eine erhebliche ökologische Belastung dar – vom Rohstoffabbau über die energieintensive Verarbeitung bis hin zu Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Schätzungen zufolge liegt der weltweite Klebstoffverbrauch im Bereich von Millionen Tonnen pro Jahr, wobei herkömmliche Produkte auf Lösemittel- oder Formaldehydbasis zu einem hohen CO₂-Fußabdruck beitragen. Nachhaltigkeit in diesem Segment ist daher nicht nur eine Frage des ökologischen Images, sondern auch der wirtschaftlichen Effizienz: Unternehmen stehen unter wachsendem Druck durch Vorschriften (z. B. REACH, CLP) und Kundenanforderungen nach umweltfreundlicheren Lösungen.

Der Wandel kommt auch von technologischer Seite. Moderne Klebstoffe und Dichtstoffe nutzen biobasierte Rohstoffe (z. B. pflanzliche Öle, Lignin), recycelte Polymere oder wasserverdünnbare Systeme, die VOC-Emissionen minimieren. Entscheidend ist jedoch, die Leistungsfähigkeit zu erhalten – Festigkeit der Verbindung, Beständigkeit gegen Temperaturen oder Chemikalien. Hersteller investieren daher in die Forschung alternativer Polymere, wie z. B. Polyurethane auf CO₂-Basis oder Epoxidharze aus erneuerbaren Quellen. Nachhaltigkeit ist somit kein Kompromiss mehr, sondern wird zum Wettbewerbsvorteil.

Biobasierte Rohstoffe: Wenn die Natur das Erdöl ersetzt

Herkömmliche Klebstoffe und Dichtstoffe basieren oft auf fossilen Rohstoffen wie Erdöl oder Erdgas. Ihre ökologische Alternative sind Rohstoffe pflanzlichen Ursprungs, die die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen verringern und häufig auch den CO₂-Fußabdruck des Produkts reduzieren. Zu den am häufigsten verwendeten biobasierten Komponenten zählen pflanzliche Öle (z. B. Soja-, Rapsöl), Lignin aus Holzabfällen oder Stärke und Zellulose. Diese Materialien werden zu Monomeren und Polymeren verarbeitet, die als Grundlage für Klebstoffe mit ähnlichen Eigenschaften wie ihre synthetischen Pendants dienen.

Der Vorteil biobasierter Klebstoffe liegt nicht nur in der geringeren ökologischen Belastung, sondern oft auch in einer besseren biologischen Abbaubarkeit oder Kompostierbarkeit. Beispielsweise werden Klebstoffe auf Stärkebasis in der Papierindustrie eingesetzt, wo sie das Recycling von Materialien ohne Rückstandskontaminationen ermöglichen. Bei Dichtungsmassen ersetzen pflanzliche Öle synthetische Weichmacher, wodurch der Gehalt an schädlichen Phthalaten reduziert wird. Die Herausforderung bleibt die Optimierung der Eigenschaften – biobasierte Materialien können empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit sein oder eine geringere Hitzebeständigkeit aufweisen, was eine Kombination mit Additiven oder die Modifizierung von Polymerisationsprozessen erfordert.

Biobasierte Rohstoffe: Wenn die Natur das Erdöl ersetzt

Foto: Logan Voss / Unsplash

Wasserverdünnbare Klebstoffe: Das Ende der Lösemittel-Ära?

Klebstoffe und Dichtstoffe auf Basis organischer Lösemittel zählen zu den größten Quellen von VOC-Emissionen, die zur Luftverschmutzung beitragen und ein Risiko für die Gesundheit der Mitarbeiter darstellen. Wasserverdünnbare Systeme lösen diese Probleme, indem sie Lösemittel durch Wasser ersetzen, wodurch der Gehalt an flüchtigen Substanzen deutlich reduziert wird. Dieser Trend wird auch durch regulatorische Maßnahmen unterstützt, wie die EU-Richtlinie über Industrieemissionen, die die Verwendung schädlicher Stoffe in industriellen Prozessen einschränkt.

Wasserverdünnbare Klebstoffe finden in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung – von der holzverarbeitenden Industrie (z. B. Möbelproduktion) bis hin zum Automobilsektor, wo sie zum Verkleben von Innenraumkomponenten eingesetzt werden. Vorteile sind nicht nur die geringere Umweltbelastung, sondern auch die einfachere Handhabung und Reinigung der Werkzeuge. Ein Nachteil kann die längere Trocknungszeit oder die Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen sein, was jedoch durch Additive oder die Optimierung der Anwendungsbedingungen gelöst werden kann. Moderne Formulierungen erreichen zudem eine vergleichbare Festigkeit und Beständigkeit wie herkömmliche lösemittelbasierte Systeme.

Recycelte und zirkuläre Materialien: Das zweite Leben von Polymeren

Die Kreislaufwirtschaft wird auch im Bereich der Klebstoffe und Dichtstoffe zu einem zentralen Thema. Anstatt dass Polymere auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen enden, können sie recycelt und als Rohstoff für die Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden. Recycelte Polymere wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) werden zu Additiven oder Bindemitteln verarbeitet, die den Bedarf an primären Rohstoffen verringern. Dieser Ansatz spart nicht nur Ressourcen, sondern reduziert auch die CO₂-Emissionen, die mit der Herstellung neuer Polymere verbunden sind.

Die Herausforderung bei recycelten Materialien besteht darin, eine konsistente Qualität und Leistung sicherzustellen. Polymere aus Recyclingmaterial können Verunreinigungen enthalten oder unterschiedliche molekulare Eigenschaften aufweisen, was die Festigkeit der Verbindung oder die Alterungsbeständigkeit beeinflusst. Die Lösung liegt in der Kombination von recycelten und primären Rohstoffen oder der Verwendung spezieller Additive, die die Kompatibilität und Stabilität verbessern. Beispielsweise werden im Bereich der Baudichtstoffe recycelte Polymere als Füllstoffe eingesetzt, wodurch der Verbrauch neuer Rohstoffe reduziert wird, ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Ein zirkulärer Ansatz bringt somit sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile mit sich.

Recycelte und zirkuläre Materialien: Zweites Leben für Polymere

Foto: Alex / Unsplash

Schadstoffarme Klebstoffe und Dichtstoffe: Wie flüchtige organische Verbindungen (VOC) minimiert werden

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) stellen eines der größten ökologischen Probleme im Bereich der Kleb- und Dichtstoffe dar. Sie werden während der Anwendung und Trocknung in die Luft freigesetzt und tragen zur Luftverschmutzung, zur Bildung von bodennahem Ozon sowie zu potenziellen Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter bei. Moderne emissionsarme Formulierungen zielen darauf ab, den VOC-Gehalt unter 1 % der Masse zu senken, wobei einige Systeme sogar Nullwerte erreichen. Der Schlüssel zum Erfolg sind wasserverdünnbare Polymere, reaktive Verdünner oder UV-härtende Systeme, die keine Verdampfung von Lösemitteln erfordern.

Die Auswahl emissionsarmer Kleb- und Dichtstoffe ist nicht nur eine Frage der Ökologie, sondern auch der technischen Fortschrittlichkeit. Beispielsweise nutzen Epoxid-Systeme mit niedrigem VOC-Gehalt reaktive Modifikatoren, die die Viskosität reduzieren, ohne flüchtige Lösemittel hinzufügen zu müssen. Ähnlich minimieren Polyurethan-Dichtstoffe mit hohem Feststoffgehalt (über 90 %) die Emissionen bei gleichzeitiger Beibehaltung der Elastizität und Festigkeit der Verbindung. Wichtig ist die Überprüfung von Zertifizierungen wie EMICODE EC1 PLUS oder Blauer Engel, die niedrige Emissionen und Sicherheit für Innenräume garantieren.

Energiesparende Aushärtung: Schneller, kälter, effizienter

Traditionelle Kleb- und Dichtstoffe erfordern oft hohe Temperaturen oder lange Aushärtungszeiten, was den Energiebedarf der Produktionsprozesse erhöht. Neue Technologien ermöglichen die Aushärtung bei Raumtemperatur oder mit deutlich geringerem Energieaufwand. Beispiele hierfür sind anaerobe Klebstoffe, die ohne Luftzutritt aushärten, oder UV-aktivierte Systeme, bei denen die Polymerisation innerhalb weniger Sekunden erfolgt. Diese Methoden sparen nicht nur Energie, sondern verkürzen auch die Produktionszyklen und steigern die Produktivität.

Eine weitere Innovation sind Klebstoffe mit Mikrowellen- oder Induktionshärtung, die eine gezielte Erwärmung nur der Verbindung und nicht der gesamten Konstruktion ermöglichen. Dies ist besonders bei großen Bauteilen vorteilhaft, bei denen eine konventionelle Ofenhärtung ineffizient wäre. Bei Dichtungsmassen setzen sich Systeme mit schneller Oberflächenpolymerisation durch, die eine sofortige Verarbeitung ohne lange Wartezeiten ermöglichen. Bei der Auswahl ist es wichtig, nicht nur die Energieeinsparung, sondern auch die Kompatibilität mit den Materialien und die geforderten mechanischen Eigenschaften der Verbindung zu berücksichtigen.

Beständigkeit und Lebensdauer: Wie Nachhaltigkeit die Produktlebensdauer verlängert

Nachhaltigkeit im Bereich Klebstoffe und Dichtungsmassen bedeutet nicht nur den Einsatz ökologischer Rohstoffe, sondern auch die Verlängerung der Lebensdauer der Endprodukte. Klebstoffe mit hoher Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung oder Chemikalien reduzieren den Bedarf an Reparaturen und Austausch, wodurch Ressourcen geschont und der gesamte CO₂-Fußabdruck verringert wird. Beispielsweise kombinieren konstruktive Klebstoffe auf Basis modifizierter Silane die Vorteile von Polyurethanen und Silikonen – sie bieten Festigkeit, Elastizität und langfristige Stabilität auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Ein wichtiger Faktor ist auch die Alterungsbeständigkeit. Klebstoffe mit Antioxidantien oder UV-Stabilisatoren behalten ihre Eigenschaften über Jahrzehnte bei, was beispielsweise in der Automobil- oder Bauindustrie entscheidend ist. Bei Dichtungsmassen setzen sich Systeme mit niedrigem Elastizitätsmodul durch, die thermische Ausdehnungen ohne Rissbildung kompensieren. Bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen ist es daher unerlässlich, nicht nur das ökologische Profil der Rohstoffe, sondern auch die langfristige Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Verbindung zu berücksichtigen.

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Die GCG Group bietet ein breites Portfolio nachhaltiger Rohstoffe für Klebstoffe und Dichtstoffe, einschließlich biobasierter Alternativen und schwachtoxischer Systeme. Zu jedem Produkt stellen wir detaillierte technische und Sicherheitsdatenblätter bereit, damit Sie die optimale Lösung für Ihre Anwendungen auswählen können. Kontaktieren Sie uns – oder sehen Sie sich direkt den Katalog mit über 1 300 Produkten an.

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